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Durch dick und dünn – Verdauung

Wichtiges Wissen zu Verdauungsstörungen

Verdauung beginnt – im Mund. Beim Kauen. Deshalb: Viel und gut kauen, denn so gelangen bereits mit dem Speichel erste Enzyme zum Nahrungsbrei dazu, die dem Zucker, den Kohlenhydraten schon mal ordentlich zusetzten. Enzyme sind unverzichtbare Helfer, wenn der Körper etwas zu zerkleinern hat – sozusagen körpereigene, chemische Messerchen. Schönes Bild. Weiter geht es durch die Speiseröhre abwärts, in Richtung Magen. Er produziert ein Gemisch aus Salzsäure, Schleim und Enzymen. Dadurch werden Bakterien abgetötet und Eiweisse für die Weiterverwertung in einem ersten Schritt aufgespalten, quasi vorverdaut. Zwischen zwei und neuen Stunden verbleibt der Nahrungsbrei – je nachdem woraus er sich zusammensetzt – im Magen und wird portionsweise in den Dünndarm weiter gegeben.

Ab durch die Mitte – so geht´s voran

Dort warten die Enzyme aus der Gallenblase und der Bauchspeicheldrüse auf ihren Einsatz: Sie zerkleinern die Nahrungsstoffe  – Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette – soweit, dass sie durch die Darmwand hindurch wandern können. Vitamine werden herausgeklaubt. Alles wandert via Blut und Lymphe zur Leber. Sie baut aus diesen drei Stoffen so fast alles, was der Körper braucht. Der Rest des Speisebreis ist das was unverdaulich ist, aber auch nur eigentlich. Im Dickdarm holen die Darmbakterien dann noch alles heraus was der Körper noch irgendwie nutzen kann, vor allem Wasser und Mineralstoffe. Danach wird der echte Rest über den Enddarm, das Rektum, als Stuhl ausgeschieden.

Fakten zum Darm – Superlative

Respekt vor diesem ausgeklügelten System von unvorstellbarer Größe:

  • Der Dünndarm ist drei Meter lang, hat 7 Millionen Zotten und kommt auf eine Größe von 2000 qm2
  • Der Dickdarm braucht täglich zur Verdauung 9 Liter Wasser (die er sich z.T. selber besorgt wie eben erklärt. Aber deshalb kommen auch viele Verstopfungen durch zu wenig Flüssigkeit = trinken zustande!)
  • Der Enddarm ist 30 cm lang und wird durch das willkürliche Nervensystem gesteuert.
  • Sie essen in Ihrem Leben etwa 65 Tonnen Lebensmittel. Umgerechnet sind das 12 Elefanten. (Mit was sich Mathematiker und Statistiker so beschäftigen!)
  • Der Darm hat 100 Millionen Nervenzellen – und damit mehr als das gesamte Rückenmark, dort, wo man sie sicher eher vermutet hätte. Der Darm ist also ein sehr selbstständig fühlendes und agierendes Sensibelchen. Vielleicht spricht man ja auch deshalb nicht umsonst von einer „Bauchentscheidung“, wenn man etwas intuitiv tut.

 Wann wird der Darm zum Problem? FAQs!

Viele Menschen quälen sich mit Verdauungsstörungen herum oder machen sich Sorgen. Fast die Hälfte der Diagnosen geht übrigens letztendlich auf das Konto des Reizdarms. Hier eine kleine Liste mit den häufigsten Fragen – und vielleicht erstaunlichen Antworten – machen Sie den Check: Wie steht es um Ihre Verdauung?

  • Wie oft ist normal?

Viele Menschen glauben, wenn sie nicht täglich einmal Stuhlgang hatten, dann hätten sie Verstopfungen. Das ist nicht so. Was normal ist und was nicht, hängt von vielen Faktoren ab:

  1. Wie oft haben Sie überhaupt gegessen? Wenn Sie nur eine Mahlzeit einnehmen und ansonsten nur hektisch Häppchen futtern hat Ihr Darm nichts zu tun – und es tut sich dann auch nichts auf der Toilette. (Gilt auch bei Diäten!)
  2. Was haben Sie gegessen? Essen Sie fette Nahrungsmittel dauert die Verdauung viel länger! Einige Tipps zur fettarmen Ernährung im Alltag sind sehr schnell umzusetzen!
  3. Normal ist eine Stuhlentleerung zwischen 3 Mal pro Woche  und 3 Mal pro Tag. Das ist sicher mehr bzw. weniger als Sie gedacht haben!?
  • Wie bewertet man die Stuhlkonsistenz?

Machen Sie den Sichttest: Normaler Stuhl ist „papierfest“, d.h. er hinterlässt keine bzw. dezente Spuren auf dem Toilettenpapier. Ist der Stuhl sehr hell deutet das auf fehlende Gallensäure hin. Eine sehr dunkle Farbe kann auf Blutungen hindeuten (unbedingt abklären!). Beachten Sie: Auch das, was Sie gegessen haben, beeinflusst natürlich die Farbe des Stuhls!

  • Wann spricht man von Verstopfung?

Erst wenn sie weniger als 3 x pro Woche Stuhlgang haben wird die Sache schwieriger. Ist der Stuhl hart und können sie nur unter kräftigem Drücken und mit Mühe Ihren Darm entleeren, spricht man von Verstopfung oder Obstipation.

  • Wann spricht man von Durchfall?

Wenn sie öfter als drei Mal am Tag wässrigen Stuhlgang haben dann haben Sie eine Diarhhoe. Die Ausscheidungsmengen sind meist groß; der Stuhl lässt sich kaum aufhalten.

  • Woher kommen Blähungen?

Blähungen – solange sie nicht schmerzhaft sind – gehören zum normalen Verdauungsgeschehen dazu. Wenn die Darmbakterien sind an den unverdaulichen Ballaststoffen abarbeiten entstehen Gase – und die müssen raus. Das kann unterschiedliche Gründe haben:

  • Manche Lebensmittel provozieren diese Gasbildung (Kohlgemüse z.B.) aber auch Getränke mit viel Kohlensäure! Schnelles, hastiges Essen fördert Blähungen ebenfalls.
  • Die Darmflora kann gestört sein: entweder fehlen notwenige Helfer oder es haben sich welche eingeschlichen, die entweder gar nicht oder nicht in der Menge in den Darm gehören.
  • Manche Menschen vertragen bestimmte Zuckersorten nicht, etwa die Laktose aus der Milch oder die Fruktose aus Früchten. Das erzeugt Blähungen und Durchfall.

Erste Hilfe bei Verdauungsstörungen bietet sich ganz einfach an: Legen Sie mal eine Pause ein und entlasten Sie den Verdauungstrakt mit einigen Schonkost-Tagen. Auch die gute alte naturheilkundliche Hausapotheke hat Helfer parat, die Sie mal versuchen sollten. Ansonsten: Verdauungsprobleme sind für viele Menschen ein mit Scham besetztes unangenehmes Thema. Aber ein gesunder Darm ist die Grundlage eines gesunden Stoffwechsels. Quälen Sie sich also nicht herum, suchen Sie Rat und Hilfe.

Michaela May

Alternativmedizinische Magen-Darmheilkunde:
> Verdauungsstörungen
> Nahrungsmittelunverträglichkeiten
> Stoffwechselstörungen (Diabetes, Gicht u.a.)

Therapieschwerpunkte:
> Mikrobiologische Therapie / Damsanierung, Ausweitung& Entgiftung
> Ohrakupunktur
> Homöopathie / Homöosiniatrie
> Diätcoaching, Fasten
> Ernährungsberatung / Schonkost

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