Logo von Maypraxis - der Praxis von Michaela May für Schmerztherapie und Behandlungen des Bewegungsapparates

Mit Pflastern entlasten

Medi-Taping® nach Dr. Sielmann

Fußball-EM 2012. Mario Balotelli schießt mit seinem 2:0 Treffer die deutsche Nationalmannschaft aus dem Turnier. Wie so oft  reißt  sich der italienische Stürmer im Triumph sein Trikot herunter  – spätestens jetzt werden die bunten Klebebänder auf seinem Rücken einer breiten Öffentlichkeit bekannt: Tapes.

Klassiker: K-Tape

In vielen Artikeln und Berichten wurde das Taping anschließend neugierig-kritisch beleuchtet: In den 1970er Jahren entwickelte der japanische Chiropraktiker Kenzo Kase dieses Verfahren als Alternative zur medikamentösen Schmerzbehandlung. Einzelne, schmerzende Muskeln werden mit dehnbaren Pflastern beklebt, die die Durchblutung des Muskels und den Lymphfluss an dieser Stelle verbessern sollen. Er nannte dieses Verfahren Kinesio-Taping. Mittlerweile gibt es  verschiedene Arten und Weisen und viele unterschiedliche Bezeichnungen und Produktnamen für dieses Verfahren.

Neu: Ketten kleben mit dem Medi-Tape

Ich habe meine Ausbildung bei Dr. med. Peter Sielmann gemacht; er hat die ursprüngliche Taping-Methode an einem Punkt abgewandelt: Er richtet das Tape an der Länge des ganzen schmerzenden Muskels aus und berücksichtigt, mit welchen anderen Muskeln dieser korrespondiert und zusammenhängt. Ganze Muskelketten werden so versorgt und entlastet, das ist der Hauptunterschied des Medi-Taping im Vergleich zu anderen Verfahren: Therapiert man z.B. den Schultermuskel M.supraspinatus, werden der Brustmuskel (M.pectoralis) und der M.biceps des Arms mit behandelt. Diese Herangehensweise beim Medi-Taping® hat mich so überzeugt, dass ich mich für diese Variante des Tapens für meine Praxis entschieden habe.

Ganzheitlich therapieren

Die Zusammenhänge der Statik von Muskeln und Gelenken wird bei diesem Verfahren ähnlich gesehen wie bei der Dorn-Therapie: Ist das Knochen- und Gelenkgerüst im Ungleichgewicht durch Fehlbelastung oder Beinlängendifferenzen verdreht sich das Mobilé Mensch und Schmerzen entstehen. Während die Dorn-Therapie über bei Korrektur der Gelenke ansetzt, geht das Tapen über eine Entlastung des Muskels – was sich aus meiner Sicht hervorragend ergänzt.

Theorie des Tapens – wie könnte es wirken?

Heftig gestoßen? Pusten. Oder Eis drauf, wenn es heftiger war. Jeder kennt die Wirkung. Akuter Schmerz lässt sich dämpfen über die Haut. Seit 1965 wird in diesem Zusammenhang die „Gate-Theorie“ diskutiert. Sie besagt, dass es im Rückenmark einen Regelmechanismus gebe der den Zustrom an Nervenimpulsen steuere;  eine Art Tor, einen Filter um das Gehirn  vor allzu viel Informationen aus dem Körper zu schützen bzw. besonders wichtige zu verstärken.

Medi-Tapes

Alles bereit – es kann losgehen.

Klebt nun das Pflaster auf der Stelle, wo der Muskel schmerz, meldet die Haut „alles okay, wir sind versorgt“ – und schwächt den Schmerzimpuls ab. So ließe sich das, glaube ich, ganz gut übersetzten. Außerdem soll das Pflaster wie eine kleine Dauermassage wirken und so die Durchblutung und damit die Ver- und Entsorgung des schmerzenden Muskels steigern.

 Liefern Farben Energie!?

Viele Profi-Sportler, Patienten und Therapeuten die bunten, elastischen Tapes. Sogar deren Farben wird Bedeutung zugemessen. Wir kommen in den Bereich der Farben-Energie-Lehre: Blaue Tapes sind die klassischen Sportler-Tapes, sie werden angewendet, wenn es darum geht Energie zu entziehen, den Stress zu nehmen (zuviel Energie im Gewebe, Schwellungen, Entzündungen). Rote hingegen geben Energie, steigern die Durchblutung (Verspannungen). Gelb steht für Stagnation, grün für Harmonisierung.

Taping - Farben mit Bedeutung. Foto: © Medi-Tape

Taping – Farben mit Bedeutung. Foto: © Medi-Tape

Alltag mit dem Tape

Einer Tape-Therapie geht eine ausführliche Anamnese und Untersuchung voraus, wir müssen erst klar feststellen, woher die Beschwerden kommen und festlegen, wo wir mit der Behandlung ansetzten. Die Tapes an sich sind schnell angebracht und verbleiben zunächst über mehrere Tage auf der Haut, Sie können mit den Tapes problemlos baden und duschen, sich bewegen und Sport treiben. Trinken Sie in dieser Zeit ausreichend. Die Tapes gelten als allergenfrei, sollte es Ihnen doch unangenehm werden, können Sie es problemlos abziehen.

In meinem maypraxisblog finden Sie einen Beitrag mit Links zu Videos zum Thema Tapen und zu einem TV-Interview mit Dr. Sielmann.

 

 

Michaela May

Möchten Sie mehr erfahren über naturheilkundliche Schmerzbekämpfung? Interessieren Sie sich vielleicht für die Blutegelbehandlung oder für die Akupunktur?

Dann buchen Sie gleich einen Termin für Ihre persönliche Erstanamnese per Telefon oder E-Mail. Geben Sie Ihre Terminwünsche gleich mit an!

Oder nutzen Sie die Möglichkeit zum kostenfreien Erstgespräch; hier gebe ich Ihnen einen Überblick über die Therapiemöglichkeiten in meiner Praxis.

Hinweis: Das Taping, ein recht junges Therapieverfahren, ist wissenschaftlich noch nicht ausreichend belegt. Es setzt sich aber mehr und mehr, z.B. in Reha-Einrichtungen durch.