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Klassisch oder komplex: Homöopathie

Gegenstandslos heilen?

Die Homöopathie gilt als eine der beliebtesten Alternativtherapien in Deutschland überhaupt – zu Recht, finde ich. Die Idee hinter dieser Behandlungsmethode war und ist bis heute revolutionär und stellt alle Erkenntnisse damals wie heute auf den Kopf. Entsprechend groß ist die Zahl der Kritiker – aber auch der Verfechter – und auch das galt damals und gilt noch heute. Samuel Hahnemann, ein deutscher Arzt,  hat das Konzept rund 200 Jahren entwickelt. Hier das Wichtigste in aller Kürze im Interview:

Medizinische Revolution aus Sachsen

Bei seiner Arbeit war ihm folgendes aufgefallen:  Stoffe, die als Heilmittel eingesetzt wurden, erzeugten beim gesunden Menschen die gleichen Symptome, die sei bei einem Kranken heilten. Damit hatte er den ersten Grundsatz seiner Lehre formuliert: similia similibur curentur ,  zu deutsch: „Ähnliches werde nicht Ähnlichem geheilt“.  Hahnemann ging noch weiter: Er fragte sich, warum unter gleichen Umständen der eine Mensch erkrankt, der andere aber nicht. Aus diesen Überlegungen entwickelte er die Idee der Lebenskraft: Ist sie gestört oder zu gering, dann wird der Mensch krank – und wer über ausreichende Lebenskraft verfügt, bleibt gesund.

Je weniger – desto besser

Die Lebenskraft nach Hahnemann ist also eine, dem Menschen eigene, ganz besondere Energie  – und daraus leitet Hahnemann die Dosierung seiner Arzneimittel ab: Eine Arznei wirke nicht durch die Menge der Gabe, das Gegenteil sei der Fall: Je „energetischer“ die Arznei sei, desto näher komme sie der menschlichen Grundenergie, der Lebenskraft und desto mehr könne sie sie beeinflussen. So entwickelte Hahnemann die Potenzierung, die Verdünnung von Arzneimittelstoffen in C-Potenzen (1:1000) oder gar die LM-oder auch Q-Potenz (1:50.000). Damals wie heute brachte er seine schulmedizinischen Kollegen mit diesen revolutionären Ideen gegen sich auf – und fasziniert seine Anhänger mit Behandlungserfolgen.

Die Homöopathie kennt keine Krankheiten

Typisch für die Homöopathie ist eine ausführliche Anamnese: Sorgfältig und nach strengen Regeln werden unterschiedlichste Symptome erfragt, aufgelistet und geordnet; so dauert eine Erstanamnese schon mal schnell zwischen 1,5 bis 2 Stunden. Danach geht die Arbeit für den Therapeuten erst richtig los: die Symptome werden nach einem festen Verfahren ausgewertet – so findet sich zum  Schluss das eine Arzneimittel, das auf das Beschwerdebild passt, so wie es der Patient beschrieben hat. Die Klassische Homöopathie orientiert sich also nicht an Krankheiten, wie sei die Medizin beschreibt, sondern arbeitet entlang der vom Patienten geäußerten Symptome. Es gibt nicht ein Mittel „yx“  gegen eine Krankheit „z“, die Klassische Homöopathie kennt zig Mittel, z.B. gegen Schnupfen. Erst durch die Untersuchung /Anamnese kann das passende gefunden werden.

Komplexmittel – die Mischung macht´s

Parallel mit der Entwicklung schulmedizinischer Erkenntnisse haben sich im Laufe der Zeit auch in der Homöopathie neue Denkschulen etabliert; ich fasse sie unter dem Stichwort Komplexmittel-Homöopathie zusammen. Der Begriff deutet es schon an: Die Idee ist, mehrere homöopathische Arzneimittel in einem Medikament zusammenzufügen, um so ein breiteres Wirkungsspektrum zu erreichen. Außerdem setzen die Komplexmittel-Homöopathen auf eine nicht ganz so hohe Verdünnung wie sie Hahnemann vorgegeben hatte: Komplexmittel sind als D-Potenzen (1:10) verdünnt. Die Auswahl eines Mittels erfolgt anhand der schulmedizinischen Befunde und Diagnosen, auch das ein Unterschied zur Klassischen Homöopathie.

So haben wir heute einen reichhaltigen homöopathischen Schatz – und können auswählen, welcher Weg für Sie der beste ist. Wie man mit homöopathischen Arzneien und ihren spezifischen Arzneimittelbildern umgeht, erläutere ich Ihnen hier einmal anhand der Behandlung von Schlafstörungen.

 

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Hinweis: Diese Verfahren werden von der Schulmedizin nicht anerkannt. Homöopathie – in der klassischen Form wie auch die Komplexmittel-Homöopathie – wird von der Schulmedizin kritisch betrachtet. Der Gesetzgeber erkennt sie allerdings als besondere Therapierichtung an und hat ihr ein eigenes Arzneibuch gewidmet.