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Was tun bei Schlafstörungen?

Raus aus dem Teufelskreis

Wenn Sie Schlafstörungen quälen und Sie tagsüber müde sind, muss zunächst geklärt werden, ob körperliche oder seelische Grunderkrankungen dahinter stecken. Ist dies nicht der Fall, dann begeben Sie sich selber mal auf die Spurensuche.

Das Schlaftagebuch

Ich bin immer dankbar, wenn Patienten schon mal Buch geführt haben: Kurze Stichworte, zusammengefasst vielleicht in einer Tabelle: Wichtig sind ….

  •  …. ganz praktische Punkte (Mahlzeiten, wann, was? Alkohol?)
  • …. aber auch Dinge aus dem Tagesablauf (stressiger Termin, wann? Über das Kind geärgert etc.)
  • …. dazu schreiben Sie dann, wie Ihre Nacht und Ihr Schlaf verlaufen sind und vergeben Noten von 1-6.

So gewinnen wir einen Überblick, wie Ihr Tagesablauf Ihren Schlaf beeinflusst. Oft sieht man hier schon erstaunliche Zusammenhänge, die einem so gar nicht klar wurden. Sie können auch mit dem kleinen Schlaf-Test überprüfen, welche Fragen wichtig sind und wie es um die Qualität Ihres Schlafes bestellt ist. Ganz wichtig ist es bei der Behandlung auch das Thema „Schlafhygiene“ anzuschneiden, manche Punkte mögen dabei etwas banal erscheinen, man kann sich aber andererseits auch wundern, wie wenig sie beachtet werden – und wir wichtig z.B. Fragen sind wie ..

  • … ist Ihr Schlafzimmer eigentlich ein wirklicher „Schlafraum“?
  • … sind Bett + Matratze / Kissen passend?
  • … wie sind die Lichtverhältnisse?

Darüber hinaus lassen sich bestimmte Entspannungsübungen gut trainieren, ich zeige Ihnen Rituale, die Ihnen helfen Ruhe in den Abend oder den Morgen zu bringen. Es gibt Übungen zu „Gedankenkontrolle“ bis hin zu „paradoxen Intervention“, die Sie für sich nutzen können.

Natürliche Einschlafhelfer

Hopfen, Baldrian, Lavendel, Melisse – das sind die Klassiker aus der Pflanzenheilkunde: als Tee zubereitet oder als Kapseln gibt es sie frei verkäuflich in der Apotheke. Auch das berühmte Glas Milch mit Honig kann helfen: Milch enthält L-Trytophan, eine Vorläufersubstanz des Melatonins – unseres Einschlafhormons. Baldrian nehmen Sie am besten als Extraktpräparate (Dragees oder Tabletten, Tagesdosis ca. 600 mg), denn er ist schlecht wasserlöslich und eignet sich nur bedingt als Tee. Ein Rezept, wenn Sie trotzdem auf Tee schwören: 40g Baldrianwurzel, 30 g Passionsblume, 30g Melisse in der Apotheke mischen lassen. 1 geäfften TL mit heißem Wasser überbrühen und 10 Min. ziehen lassen. Lavendel können sie als ätherisches Öl auf das Schlafkissen geben, ihre Nase übernimmt die Übermittlung an das Nervensystem. Oder Sie machen sich ein Lavendel-Bad, vor dem Zu-Bett-gehen, die Wärme tut ihr übriges, um eine guten Schlaf zu fördern.

Hier habe ich für Sie eine Liste mit weiteren und ausführlicheren Ratschlägen zum downloaden als PDF zusammengestellt: 7 Tipps für einen gesunden Schlaf

Schlaf gut: Hilfe durch Homöopathie

Was kann eine alternativmedizinische Therapie für Sie tun? Zunächst einmal: In der Naturheilkunde ist die genaue Analyse des Schlafes und seiner Qualität ein unerlässlicher Teil der Anamnese. In der klassischen Homöopathie ist der Schlaf sogar eine eigene, sehr umfangreiche Rubrik von mehreren hundert Seiten und unzähligen Mitteln, die zur Behandlung in Frage kommen. Bei einigen Mitteln gelten Schlafbeschwerden als geradezu typisch und werden sehr differenziert geordnet. Ich gebe Ihnen einen kurzen Eindruck, worum es dabei geht. So spielt die Zeit, in der die Schlaflosigkeit auftritt, eine große Rolle:

  • vor/nach Mitternacht,
  • zu einer bestimmten Uhrzeit,
  • regelmäßig oder ab und zu

Und auch die Begleitumstände:

  • träumt der Patient, wenn ja, was und wie?
  • welche Sorgen lasten auf ihm?
  • wie ist das Befinden tagsüber?

Ich versuche es mal anhand von eignen Beispielen zu übersetzten:

  • Ein Patient, dem das homöopathische Arzneimittel Arsen helfen könnte, hat zum Beispiel typischerweise Einschlafstörungen vor Mitternacht. Der folgende Schlaf ist ruhelos und durch häufiges  schreckhaftes Auffahren gekennzeichnet. Trauer und Sorge spielen in seinen Träumen eine Rolle.
  • Auch Bryonia und Phosphor können die Dinge des Alltags in der Nacht nicht hinter sich lassen. Probleme aus dem Alltag, der Familie, dem Beruf verhindern einen guten Schlaf.
  • Ähnlich geht es auch dem Calcacea-Patient. Er leidet vor allem darunter, dass er seine Gedanken nicht zu Ruhe bringen kann und dadurch wieder hochfährt, sobald er auch nur einschlummert. Entsprechend ist er morgens unausgeschlafen, tagsüber besonders müde und schläfrig.
  • Auch dieses Mittel kennt die Schläfrigkeit tagsüber, hier typischerweise am Nachmittag in den Abend hinein: Pulsatilla. Es ist ein häufiges Mittel für Frauen: der ruhelose Schlaf mit Hitzegefühlen, häufigem Aufschrecken in der Nacht ist typisch.
  • Sulfur-Patienten beschreiben häufigen einen „Katzenschlaf“ – immer mal wieder, kurz; richtig tief schlafen sie dann erst am frühen Morgen ein. Mit welcher Mittel wir dann auch immer behandeln, welche Dosis in Frage kommt und wie lange die Therapie dauert: Wie immer in der Naturheilkunde kommt es ganz auf den Menschen an – auf Sie und Ihre Symptome.

 

Michaela May

Alternativmedizinische Magen-Darmheilkunde:
> Verdauungsstörungen
> Nahrungsmittelunverträglichkeiten
> Stoffwechselstörungen (Diabetes, Gicht u.a.)

Therapieschwerpunkte:
> Mikrobiologische Therapie / Damsanierung, Ausweitung& Entgiftung
> Ohrakupunktur
> Homöopathie / Homöosiniatrie
> Diätcoaching, Fasten
> Ernährungsberatung / Schonkost

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Hinweis: Dies ist keine Anleitung zur Selbstmedikation oder -behandlung. Suchen Sie zur Diagnostik und Behandlung von Beschwerden fachkundigen Rat.