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Videoblog mit Michaela May

Saisonale Rezepte: Winter

  • By Michaela May- Heilpraktikerin in Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Kategorie: Aus dem Praxisleben
  • Am: 21. Nov 2017
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Der Winter ist nicht öde

Was man auch Kohl und Co. schnell zaubernkann

Letztens gingen wir spazieren über die Felder am Salzhaff, wo wir eine kleine Datsche haben. Wir kamen an einem Rosenkohlfeld vorbei. Ehrlich gesagt, hatte ich mir noch nie Gedanken gemacht, wie die kleinen Knollen wachsen. An einem ziemliche festen, kerzengraden Strunk, wie ich dann feststellte. Das Feld war bereits abgeerntet – aber es war noch jede Menge übrig, alles hatte die Maschine nicht erwischt. Mein Mann und ich begaben uns an die 2. Ernte (ich glaube, juristisch bezeichnet man das als Mundraub) und am Abend gab es selbst geernteten Rosenkohl. Einfach nur mit Butter und Zwiebeln. Etwas trickreichere Kohlrezepte findest du jetzt hier!

 

Ich finde, der Kohl wird zu unrecht als langweilig abgetan. Für manche ist er gar ein Kindheitstrauma; kommt direkt hinter Spinat. Dabei ist er erstens viel variantenreicher zuzubereiten, als man denkt. Zweitens ist er echt gesund (Ballaststoffe!!) Und für alle die die blähende Wirkung fürchten: Gebe einfach Natron in das Kochwasser hinzu. Ein Teelöffel pro Liter. Das Natron “bricht” die festen Strukturen des Kohl schon mal auf und macht ihn dadurch leichter verdaulich. Ausserdem wirst du dich über die wunderschöne Farbe wundern!

Hier geht es zu einer Kombination von Wirsing, Linsen und Granatapfel, die ich ganz hervorragend finde! Das ganze wird zu einer Roulade verarbeitet und kommt auf nur 373 Kalorien. Also ran!

Saisonal & regional: Das geht auch jetzt!

Alle Gemüsesorten, die das Wörtchen “Kohl” im Namen führen, haben im Winter Hochsaison und werden frisch geerntet :

  • Blumen-, Rosen-, Rot-, Weiß-, Grün- und Spitzkohl.
  • Zwar ohne “Kohl” im Namen, aber trotzdem: Der Broccoli gehört auch zu dieser Familie.
  • Zwar mit “Kohl” im Namen, aber zimperlicher: Kohlrabi gibt es nur so bis Ende Oktober wirklich frisch vom Feld.

Und nun knöpfen wir uns mal den Rotkohl vor: Er kommst gerne mit etwas Süßem im Verbund daher. Normalerweise kennen wir ihn in der Kombi mit Äpfeln à la Oma; stundenlang gekocht.

In diesem Rezept, wird der Rotkohl zu einem Salat verarbeitet und zwar mit Mango. Ich finde, das liest sich super. Ich sehe vor meinem geistigen Auge schon einige Baguettescheiben mit Ziegenkäse & Walnüssen daneben. Dann ist die Mahlzeit eigentlich perfekt, oder?

Was tut sich sonst so auf dem Feld im November und Dezember?

Okay, sollte ich dich nicht für Kohl begeistern können … auch diese Gemüsekandidaten gibt es im Winter durchaus frisch oder zumindest als relativ frische Lagerware:

  • Champignons
  • Chicorée
  • Fenchel
  • Lauch
  • Möhren/Karotten (Lagerware)
  • Pastinaken
  • Rote Bete
  • Rettich
  • Schwarzwurzeln
  • Spinat
  • Sellerie

Alles, was feine Blätter hat (Salate), aber im Winter dennoch im Supermarktregal liegt, kommt mit 99,9%iger Sicherheit aus dem Gewächshaus. Da möge jeder bei der Auswahl für sich entscheiden, das ok ist oder nicht.

Stichwort “Obst”: Warum hält der Apfel so lange?

Beim Obst kannst du dir sicher sein, dass nur Äpfel, Birnen und Nüsse relativ frisch sind. “Relativ frisch”, weil diese Obstsorten sich traditionell gut lagern lassen und insofern nicht direkt verzehrt werden müssen. Damit die Früchte auch noch Monate nach der Ernte frisch und knackig sind, werden sie in einer “kontrollierten Schutzatmosphäre” gelagert. In diesen sogenannten CA-Lagern (CA steht für “controlled Atmosphere”) herrscht eine Temperatur von ein bis vier Grad Celsius, die Luftfeuchtigkeit beträgt 98 Prozent und durch Zugabe von Stickstoff liegt der Sauerstoffanteil bei nur 0,8 Prozent. Das sind Bedingungen, die den Reifeprozess – z.B. der Äpfel – stark verlangsamen. Zwar verlieren gelagerte Äpfel einen hohen Teil ihres Vitamin C, aber die sogenannten und wertvollen sekundären Pflanzenstoffe bleiben zum großen Teil erhalten.

Zu Hause sollte man die Äpfel bei Zimmertemperatur lagern und zügig aufessen: Der Apfel setzt dann seine Reifung fort, wird süßer und aromatischer (bevor er irgendwann verdirbt).

2 Tipps, die Oma bestimmt kannte und die mir während der Recherche aufgefallen sind:

  • Apfel scheiden bei der Nachreifung Ethylen aus; dieser Stoff kurbelt bei anderen Früchten die Reifung an. Wenn du z.B. eine unreife Avocado eine zeitlang neben einem Apfel liegen läßt, wird sie schneller genießbar.
  • Kaufst du Gemüse mit Laub oder Blättern dran (Radieschen, Bundmöhren), dann entferne es direkt nach dem Kauf. Die Blättern entziehen dem Gemüse Wasser und Nährstoffe und lassen es schneller verderben.

Quellen & zum Weiterlesen:

Äpfel im Winterschlaf, ARD

Saisonkalender, Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz

 

 

 

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