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Reizdarm – Symptome und Therapie

Wenn der Bauch die Kontrolle verliert

Etwa die Hälfte aller Magen-Darm Erkrankungen gehen auf das Konto des Reizdarm-Syndroms. Je früher Sie sich dem Problem stellen und sich aktive Hilfe holen, umso leichter werden Sie lernen, mit der Krankheit zu leben, sich darauf einzustellen und wieder Freude am Leben zu haben.

Reizdarm ist keine Verlegenheitsdiagnose

Der Darm kann aus mehreren Gründen aus dem Takt geraten. Ganz objektiv kann z.B. ein Infekt vorliegen oder eine entzündliche Erkrankung, wie M. Crohn oder Collitis ulcerosa. Lassen sich keine der genannten objektiven Krankheitstatbestände ermitteln, dann lautet die Diagnose „Reizdarm“. Patienten haben dann ….

  •  …. oft das Gefühl mit einer Verlegenheitsdiagnose vom Mediziner nach Hause geschickt zu werden; sie fühlen sich nicht ernst genommen. Nach dem Motto „Die Nerven sind´s, damit müssen Sie klar kommen, Sie haben keinen Befund“. Das stimmt so nicht.
  • … machen sich ab dann Sorgen, ihr Reizdarm könnte schlimmere Krankheiten nach sich ziehen. Dabei erhöht ein Reizdarm nicht das Risiko von Krebs oder von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen.

Die Sorge ist verständlich: Durchfall und Verstopfung, Blähungen und Scherzen sind Symptomen, die bei vielen Darmerkrankungen auftreten. Dennoch zeigt der Reizdarm besonders typische Eigenschaften:

  • Kein Gewichtsverlust
  • Keine Beschwerden in der Nacht
  • Beschwerden werden schlimmer bei Stress oder Konflikten
  • Beschwerdebesserung in Ruhe, z.B. am Wochenende oder im Urlaub
  • Nach dem Stuhlgang bleibt das Gefühl, sich nicht komplett entleert zu haben
  • Häufig ist dem Stuhl Schleim beigemischt

 Viele Formen – wie zeigt sich der Reizdarm?

Ein Reizarm ist nicht gleich dem anderen, nur schwer lassen sich überhaupt Kategorien finden – so individuell sind die Symptome. Genauso wenig gibt es eine Therapieform – die Behandlung muss genauso individuell sein. Lassen Sie uns dennoch versuchen ein wenig Ordnung in diese Themen reinzubringen. Dann können Sie sich auch besser vorstellen, wie eine Behandlung in der maypraxis voran geht. Zunächst einmal gibt es verschiedene Reizdarmtypen:

  • Diarrhoe- Typ, 31% : Dies ist die häufigste Form: Mehrmals am Tag kommt es zu breiigen bis wässrigen Stühlen.
  • Obstipations-Typ, 21%: Bei diesen Patienten ist die Stuhlentleerung mühsam, oft bleibt das Gefühl, sich nicht richtig entleert zu haben. Der  Stuhl ist (meistens morgens) hart, schafskotähnlich und oft von Schleimabgang  begleitet.
  • Mix-Typ, 27%:  Ein Wechsel von Durchfall und Verstopfung ist für fast ein Drittel der Reizdarmpatienten typisch.
  • Schmerz-Typ, 21%: Meist tritt der Schmerz direkt nach dem Essen auf und äußert sich in krampfartigen Bauchschmerzen und Blähungen. Geht oft einher mit Durchfall.

Es gibt eine Vielzahl von Auslösern, wie Lebensumstände, Ernährung und /oder Nahrungsmittel-unverträglichkeiten: Das macht die Erkrankung so vielfältig. In der maypraxis können wir direkt innerhalb einer halben Stunde mit einem Schnelltest einen Überblick bekommen, auf welche Allergene (=Allergieauslöser) Sie sofort reagieren, indem wir mit einer kleinen Blutprobe Ihren IgA-Wert bestimmen.(Blutabnahmen nur aus der Fingerkuppe, keine Sorge!) Damit bekommen wir erste Anhaltspunkte – die vielleicht schon auf die wichtigsten Hintergründe und Maßnahmen hinweisen. Auch Stuhlanalysen können natürlich von größtem Wert sein: Lesen Sie Details zum Schnelltest und zur weiteren Darm-Diagnostik in meiner Praxis. Daraus ergibt sich Ihre indivduelle Behandlung:

  • Darmsanierung, eine „Wiederaufforstung“ bei gestörter Darmflora durch Probiotika der neuesten Generation, sowie gezielte Regeneration der Darmschleimhaut
  • Suchdiäten, um herauszufinden, ob ihr Darm auf bestimmte Nahrungsmittel reagiert
  • Gemeinsame Erarbeitung eines persönlichen Ernährungplans
  • Trinkkur zur Ausleitung- und Entgiftung des Darms
  • Verordnung von Phytotherapeutika, die den Darm unterstützen
  • ggf. naturheilkundliche Schmerztherapie, z.b. durch Ohrakupunktur.

Reizdarm – die Kommunikation läuft schief

Beim Reizdarmkranken sind die Bewegungsabläufe im Darm gestört. Normalerweise verläuft der Transport des Speisebreis durch kontinuierliche Bewegung des Dünndarms in Richtung Dickdarm, bei Menschen mit Reizdarm-Syndrom verläuft diese Bewegung ständig, in kurzen Abständen und unregelmäßig. Da der Darm ein Muskel ist, tut er das, was Muskeln in so einem Fall immer tun – er verspannt. Zudem ist beim Reizdarmpatienten die Schmerzempfindlichkeit des Darms erhöht. Es wird vermutet, dass der Informationsaustausch zwischen Kopf- und Bauchhirn nicht stimmt. Wird der Darm gedehnt, reagiert der Reizdarmpatient empfindlicher als der Darmgesunde. So kann schon die normale Gasmenge, die bei der Verdauung immer entsteht, Schmerzen auslösen. Wenn dazu dann noch Stress und Überlastung dazu kommen, dann tritt der Darm endgültig in den Streik: Die Kommunikation zwischen Kopf- und Bauchhirn gerät aus dem Takt. Eine Gemengelage entsteht, die für den Patienten im Alltag zur Dauerbelastung führt und einen hohen Leidensdruck nach sich zieht.

 

Haben Sie weitere Fragen, z.B. zum Thema Mikrobiologische Therapie, Entgiftung oder Darmsanierung?

Oder wünschen Sie eine persönliche Beratung zum den Themen Magen- und Darmgesundheit, Nahrungsmittelunverträglichkeiten?

Dann buchen Sie gleich einen Termin zur Erstanamnese per Telefon oder E-Mail. Geben Sie Ihre Terminwünsche gleich mit an!

Oder nutzen Sie die Möglichkeit zum kostenfreien Erstgespräch; hier gebe ich Ihnen einen Überblick über die Therapiemöglichkeiten in meiner Praxis.