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Muskeln

Der Mensch – ein Mobilé

Anatomie und Krankheitsbilder im Überblick

Muskeln, Knochen/Gelenke und besonders die Wirbelsäule wirken in einem faszinierenden, komplexen Spiel zusammen. Stellen Sie sich ein Mobilé vor: Ist alles am richtigen Platz, dann ist alles beweglich, gut austariert und hält auch was aus. Zieht man an einer Stelle, hat das überall Auswirkung; ist an einer Stelle etwas verheddert, funktioniert das ganze System nicht mehr.  Beim Mobilé Mensch kommt es zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Damit beginnt eine Abwärtsspirale: Schmerzen führen zur Schonhaltung, Schonhaltung zu Fehlbelastungen und Verschleiß – und zu noch mehr Schmerz.

Zentrum des Körper: Der Rücken

Das zentrale Thema ist für die meisten meiner Patienten und Patientinnen ist der Rücken. Er nimmt aus ganzheitlicher Sicht auch eine zentrale Rolle im Körper ein: Von der Wirbelsäule aus verzeigen sich die Nervenbahnen und versorgen Gewebe und Organe mit Informationen  und Steuerungsimpulsen des Gehirns und umgekehrt erfolgt über diese Bahnen auch die Rückmeldung aus dem Körper an das Gehirn. Kommt es hier zu Verletzungen, Verspannungen oder Blockaden, hat das Auswirkung auf den gesamten Organismus: Ist z.B. die Lendenwirbelsäule nicht in Ordnung, kann der Darm und die Verdauung leiden – und umgekehrt. Aus dieser Sicht heraus ergeben sich unter Umständen neue Sichtweisen auf ein Problem und auch andere Behandlungsstrategien, als Sie es vielleicht bislang aus der Schulmedizin gewohnt sind. Deshalb kann eine ganzheitliche Behandlung z.B. neben einer manuellen Therapie in Wirbelbereich auch mit einer Behandlung von Verdauungsproblemen einhergehen, je nach dem, wie Ihr Fall gelagert ist. Folgende Verfahren wende ich z.B. in meiner Praxis bei Rücken- und Gelenkschmerzen häufig an:

Das können Sie direkt tun: Alltagsfallen meistern

Um dem Körper etwas Gutes zu tun, sollte man die Wirbelsäule schonen und pflegen. Hier sind drei Basic-Regeln für den Rücken:

  1. Viel bewegen:
  • Eine regelmäßige Bewegung hat einen ständigen Wechsel zwischen Ruhe und Aktion zur Folge Das Gewebe wird dadurch genügend durchblutet und versorgt. Jede Bewegung fördert die Versorgung der Bandscheiben und stärkt Muskeln, Bänder und Sehnen.
  • Sportliche Betätigung in Abwechslung mit Entspannungsverfahren wird unbedingt empfohlen. Es gibt sehr viele Sportarten, die die Wirbelsäule entlasten und den Kreislauf gleichmäßig ankurbelt. Dazu gehören zum Beispiel Schwimmen, Walking oder auch längere Spaziergänge, Yoga/Pilates.
  • Denken Sie vor und nach dem Sport an´s Stretching! Räckeln und strecken Sie sich ohnehin mal einfach so zwischendurch im Bett, auf dem Sofa oder auf dem Boden – vor allem morgens!

2.  Gesund essen:

  • Fettarm, wenig Alkohol, Nikotin, Fleisch in Maßen: überschüssige Stoffwechselprodukte könnte der Körper aus Sicht der Naturheilkunde in Muskeln und Gelenken ablagern. Das kann zu Schmerzen führen. Die schmerzhafte Gicht ist ein Beispiel für eine stoffwechselbedingte Erkrankung, die sich vor allem in Schmerzen in den Gelenken zeigt. Wenn sie die fettarme Küche interessiert, dann schauen Sie doch mal in die Kochwoche im maypraxisblog – dort gibt es Videos und Rezepte!
  • Achten Sie auf einen gesunden Darm und eine regelmäßige Verdauung: Beschwerden dort können Rückenschmerzen be-günstigen.
  • Viel trinken: Fördert die Ausscheidung der Schlackenstoffe.
  • Achten Sie auf Ihr Gewicht: je mehr Last auf den Gelenken, desto größer die Verschleißgefahr.

3.  Haltung bewahren:

Eine gesunde und gerade Haltung des Rückens stärkt die Bauch- und Rumpfmuskulatur. Die Entstehung eines Hohl bzw. Rundrücken kann somit vermieden werden.

Aktiv bücken: Viele Leute heben Lasten falsch indem sie die Kraft aus der Rückenmuskulatur schöpfen. Doch die Hauptlast sollte aus den Beinen genutzt werden, indem man immer mit geradem Rücken in die Beuge geht. Dies entlastet den Rücken und die Wirbelsäule.

Diese und weitere Tipps finden Sie hier zum Herunterladen: 7 Regeln für den stärken Rücken – So meistern  Sie Alltagsfallen und schützen Rücken und Gelenke.

Muskeln – Gelenke – Beweglichkeit: Die rasche Wiederherstellung dieser wichtigsten Basis Ihrer Gesundheit mit sanften, aber auch effektiven und gezielten Methoden ist mein Ziel. Das sind die Grundlagen für einen insgesamt gesunden Körper. Wichtig finde ich, den Bewegungsapparat mit seinen Aufgaben im Ganzen zu verstehen:

Muskeln – mehr als bloße Kraftprotze

Über Jahrzehnte hinweg galten und gelten Muskeln lediglich als untergeordnetes Organ – zuständig allein für die Ausführung der Bewegung. Der (schul-)medizinische Blick galt und gilt allein den Gelenken. Diese Sichtweise ändert sich langsam: Forschungsergebnisse der Kopenhagener Universität belegen, dass Muskeln chemische Signale freisetzen, die maßgeblichen Einfluss auf den gesamten Stoffwechsel des Körpers nehmen. Damit erhält der gesamte Bewegungsapparat ein neues, ganzheitliches Gewicht: Geht die Bewegungsfähigkeit verloren, verkümmern die Muskeln und ein wichtiges Stoffwechselorgan fehlt. Denn die Muskulatur, so die Forscher, hat einen großen Effekt auf den gesamten Körper: Ihre Botenstoffe können Fettdepots auflösen, den Blutdruck senken und Diabetes und das Immunsystem positiv beeinflussen; sie wirken entzündungshemmend und schützen vor Zellschäden. Muskeln fördern auch die Herstellung von Kollagen im Körper – das wiederum für straffe Haut und starke Sehnen sorgt. Über die Sehnen führt das Training der Muskulatur auch zu einer gesundheitsfördernden Beanspruchung des Knochens: Der darauf ausgeübte Reiz verbessert die Belastbarkeit und der altersbedingte Abbau des Knochengewebes wird  verlangsamt.

Wunderwerk Gelenk

Ein echtes Gelenk verbindet zwei Knochen miteinander, es ist mit Gelenkknorpel, der Gelenkschmiere (Synovia) und einer umhüllenden Kapsel geschützt. Das größte menschliche Gelenk ist übrigens das Knie, nicht, wie viele meinen, die Hüfte. Und es ist zugleich auch das faszinierendste Konstrukt, mit seinen Kreuzbändern und Mensiken perfekt ausgelegt für die tägliche Schwerstarbeit: Wir laufen zwischen 4000 und 6000 Schritte, bei manchen Bewegungen muss das Knie das den Druck des Fünffachen des Körpergewichts abpuffern, z. b. beim Treppensteigen. Das Knie ist sehr beweglich, es kann sich nicht nur vor und zurück bewegen sondern auch drehen – das ermöglicht munteres herumhüpfen, macht das Knie aber auch anfällig für komplizierte (Sport-)Verletzungen.

Gelenke leiden spät

Durch Fehlbelastung, einseitige Überanstrengung oder Schonhaltung verändern den Druck auf die Gelenke. Werden sie dauerhaft falsch benutzt oder belastet fördert das deren Verschleiß, es kommt zur Arthrose. Zunächst regieren Muskeln und Bänder;  in den ersten Stadien der Arthrose werden die Schmerzen allein durch Dysbalancen der Muskulatur erzeugt. Typische Symptome:

  • Morgensteifigkeit
  • Anlaufschmerz: Es schmerzt zu Beginn einer Bewegung und bessert sich dann.
  • Oft Verschlimmerung bei Kälte und Nässe

Der Körper versucht unterdessen die schützenden Gelenkanteile zu reparieren; das gelingt ihm auf Dauer aber nicht hundertprozentig. Es entstehen raue Stellen und sogenannte Osteophyten, auf dem Röntengbild gut zu erkennen als Randzacken oder Auflagerungen. Sie schränken je nach Lage die Bewegungsfähigkeit ein und zerstören letztendlich das Gelenk noch mehr. Erst in diesem letzten Stadium der Arthrose geht dem Gelenk der Schutz, die Gelenkschmiere, verloren, die Gelenkflächen reiben aufeinander und das Gelenk an sich beginnt – dann auch dauerhaft und intensiv – zu schmerzen.

Entzündungen auf der Spur

Ein schmerzhafte Gelenkentzündung, eine Arthritis, kann viele Ursachen haben: Zum einen, kann sie mechanisch bedingt sein, indem sich ein kaputtes Gelenk entzündet. Andererseits kann aber auch eine Entzündung an sich erst ein Gelenk zerstören, das eigentlich völlig in Takt ist.  Man spricht in diesem Fall von einer Mono- oder Polyarthritis, je nachdem ob ein oder mehrere Gelenke betroffen sind. Im Volksmund wird dieses in Ursache und Verlauf  sehr vielfältige Krankheitsbild  als “Rheuma” zusammen gefasst. Typische Symptome sind:

  • Überwärmung
  • Rötung
  • Schwellung
  • Schmerzen, auch in Ruhe und verschlimmert durch Bewegung
  • meist geht es an den Finger- oder Fußgelenken los

Im manchen Fällen eine Arthritis Konsequenz einer fehlgeleiteten Reaktion des eigenen Immunsystems – der Körper beginnt aus bislang ungeklärter Ursache die eigenen Gelenke anzugreifen (rheumatoide Arthritis). Manchmal auch konzentriert auf die Wirbelsäule, die dann langsam versteift  je mehr Wirbelgelenke zerstört werden (M. Bechterew) oder die Entzündung geht einher mit  einer Schuppenflechte (Psoriasis-Arthritis). Gelenkentzündungen können sogar Spätfolge einer Harnwegsinfektion sein (M. Reiter).

 

Michaela May

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