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Tipp: Moderne Schonkost

Verschnaufpause für Magen und Darm

Der Magen grummelt, der Darm rebelliert – Haben Sie auch schon den Rat bekommen, Schonkost zu essen? „Mein Arzt hat mir geraten…“ oder „Ich habe gelesen, das soll gut sein …“ Bei akuten oder chronischen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes oder Verdauungsstörungen durch Reizdarm oder Nahrungsmittelunverträglichkeit kann es sinnvoll sein, diesen durch leichtere Kost zu schonen um die Heilung vornan zu treiben. Nun ist das recht einfach dahin gesagt – nur, wissen Sie aber eigentlich, was denn jetzt genau darunter zu verstehen ist? Dann sind Sie hier richtig. Gleich wissen Sie es:

So geht Schonkost

Schonkost oder Leichte Vollkost – was ist das?

Der Begriff “Schonkost” gilt wissenschaftlich als veraltet: Früher verordnete man noch bei spezielle organspezifische Diäten, aber Magenschonkost oder andere Formen der speziellen Ernährungsempfehlungen  für Darm, Leber und Galle werden heute nicht mehr praktiziert , sie gelten auf lange Sicht als zu einseitig.

Für die akuten Phasen, z.B. nach einer OP kann es spezielle Kostratschläge ihres Arztes oder Ihres Therapeuten geben, die auf Ihre Beschwerden zugeschnitten sind – befolgen Sie diese auf jeden Fall.

Die moderne Vollkost ist ausgewogener, vitamin- und mineralstoffreicher  als  veralteten Diätformen.

  • Früher riet man z.B. von Vollkorn oder Ballaststoffen bei Magen-Darmbeschwerden komplett ab. Stattdessen wurde der Verzehr von Weißbrot und Zwieback propagiert.
  • Das ist ja im Prinzip auch nicht falsch und Sie können gerne Weißbrot und Zwieback in Ihren Speiseplan einbauen, aber wenn Sie über längere Zeit Schonkost essen wollen oder müssen, brauchen Sie Nährstoffe. Deshalb spricht man heute auch bewußt von der “leichten Vollkost”. Weil sich aber der Begriff Schonkost im Sprachgebrauch hält, nutze ich ihn weiter, aber im modernen Sinn.

Welche Schonkost wann?

Um leichter zu verstehen, was Schonkost ist, und wie Sie sie am besten umsetzten, unterscheide ich drei Phasen – je nach Beschwerdegrad:

  • Plagen Sie Magenschmerzen, krampft der Bauch oder haben Sie sich einen saisonalen Darmvirus eingefangen? Dann können Sie die Schonkostzeit mit einer Teepause beginnen: 1-2 Tage entlasten Sie Ihre Verdauung, indem Sie nur Flüssigkeit, möglichst warme, zu sich nehmen.
  • Die moderne “leichten Vollkost” folgt dann im Anschluss an diese Zeit, sozusagen als Stufe Nr. 2: Die Kost wird abwechslungsreicher, Gemüse, Kartoffeln, alles möglichst klein geschnitten oder püriert. Oberste Devise: Die Mahlzeiten sind fettarm.
  • In einem weiteren Schritt – in Phase 3 – bauen Sie dann die tägliche Ernährung weiter hin zu einer fettreduzierten Mischkost aus. Zu Gemüse, Obst und Getreideprodukten kommt fettarmes Fleisch (Rind, Kalb)  kommt hinzu, Käse, Schinken. So bauen Sie Ihre Kost wieder auf und  kehren in den Essens-Alltag nach dem Abklingen der Beschwerden wieder zurück.

Symptome & Beschwerden

Machen Sie sich zunächst in Sachen Schonkost eins klar: Es geht in erster Linie darum Ihre Verdauungsschwerstarbeiter, Ihren Magen und Ihren Darm, zu entlasten. Schonkost ist dann angeraten, wenn einer von beiden ein Problem hat, z.B. durch eine Entzündung, eine Infektion, oder Magen und Darm sind gereizt.

Typische Symptome sind:

Bedenken Sie auch, dass die Schonkost keine Therapie ist. Sie ist Hilfe zur Selbsthilfe. Beschwerden im Magen-Darm-Verdauungsbereich, die länger als 1 Woche andauern oder ständig wiederkehren, sollten Sie beim Arzt oder Therapeuten abklären lassen und sich Rat holen.

Was darf man essen? Und was nicht?

Gleich vorweg: Irgendwelche Listen mit Lebensmitteln, die erlaubt oder verboten sind, finden Sie zu Hauf im Internet. Sie machen aber wenig Sinn, weil jeder Mensch anders auf bestimmte Lebensmittel reagiert. Fencheltee z.B.  soll den Darm entspannend, bei manchem bewirkt er aber genau das Gegenteil, ich kann es bezeugen. Deshalb finden Sie, wenn Sie hier weiter lesen, immer wieder den Hinweis, dass Sie austesten müssen, wie Sie auf bestimmte Nahrung in dieser Zeit, in der es Ihrem Magen & Darm nicht gut geht, reagieren. Trotzdem gibt es einiges, an dem Sie sich orientieren können:

  • Wichtig ist die Art der Zubereitung – Paniertes, Gebratenes, Frittiertes, Geräuchertes gehört nicht zur Schonkostküche.  Das sanfte Kochen oder Dämpfen von Speisen ist angeraten, backen geht auch. Und Sie können auch Gemüse in der Pfanne garen – aber auch hier gilt: Benutzen Sie möglichst wenig Fett, denn Fett ist für den Köper schwer zu verdauen. Und wenn, dann nutzen Sie pflanzliche Fette wie Öl, sie  sind wertvoller. Schauen Sie doch mal zum Thema in meinem Blogbeitrag “Wissenswertes über Öl”, dort gibt es ein Interviews mit einer Ernährungswissenschaftlerin dazu.
  • Räumen Sie mit einigen Vorurteilen oder Unsicherheiten auf: Milch und Milchprodukte werden in der Regel gut vertragen, wenn sie möglichst fettarm sind. Quark, Buttermilch, saure Sahne, Kefir und milde Käsesorten (Kochkäse, Harzer, fettreduzierter Frischkäse z.B.) können Sie auch in der Schonkostzeit essen.  Sahnequark, süße Sahne, Schmelz- Schnitt und Weichkäse über 30% Fett in der Trockenmasse  eignet sich nicht.
  • Auch Brot dürfen Sie weiter auf dem Speiseplan behalten, sogar Vollkorn – achten Sie nur darauf, dass es fein geschrotet ist (Grahambrot z.B.).  Vollkorntoast geht ebenso, wie Knäcke, Zwieback, Brötchen oder Weißbrot. “Schwere” Brotsorten wie grobes Vollkornbrot, Pumpernickel, Sahne-, Creme, Schmalzgebäck meiden Sie bitte. Wenn Sie mal einen Kuchen mögen,dann entschieden Sie sich für einen leichten Sandkuchen. Auch ein Stück einfachen Hefezopf können Sie sich mal gönnen.
  • Zum Thema Beilagen: Kartoffeln (als Brei, Klöße oder Pellkartoffeln), Reis und Nudeln sind in dieser Phase gute Sattmacher – wenn Sie fettreiche Varianten meiden (Fritten, Bratkartoffeln, Spaghetti Carbonara). Haferflocken gehen auch und retten vielleicht Ihr Frühstück, denn Müslimischungen lassen Sie besser weg.
  • Beim Gemüse ist prinzipiell alles mit Vorsicht zu genießen, was aus der Kohl-Familie kommt: Blumen-, Rosen-, Rot- und Weißkohl stehen per se im Verdacht Blähungen auszulösen. Das gleiche gilt für alle Hülsenfrüchte. Sojaprodukte, wie Tofu z.B., sollten maximal bis zum Mittag verzehrt werden. Probieren Sie außerdem ggf. milde Varianten wie Brokkoli oder Erbsen in kleinen Mengen und gut gegart aus.
  • Auch Rohkost könnte Ihrem Darm in dieser Zeit lästig werden, ebenso wie Essiggemüse (Sauerkraut). . Ansonsten dürfen Sie nach Herzenslust frisches oder auch tiefgekühltes Gemüse dampfen und dünsten oder daraus einen Salat machen.
  • Fleisch reduzieren Sie am besten, und wenn, dann entscheiden Sie sich für fettarmes Muskelfleisch von Kalb, Rind oder Geflügel. Schinken und Sülzen bieten eine Alternative zu fetten Wurstsorten.

Newsletter Abo

Testen Sie es aus: Sie werden selber beobachten und herausfinden, was Ihnen schmeckt und Ihrer Verdauung auch. Machen Sie sich nicht verrückt. Was nicht geht –  lassen Sie weg. Folgen Sie sich selber. Wenn Sie selber Gerichte zusammenstellen wollen, oder bewerten möchten, ob ein Gericht für die Schonkostzeit geeignet ist – dann könnte Sie folgendes noch interessieren:

 

Ich hoffe, mit diesem kleinen Überblick kommen Sie erst einmal gut voran. Eigentlich ist es gar nicht so viel, was Sie beherzigen müssen. Haben Sie Fragen und möchten mich persönlich erreichen? Dann klicken Sie hier:

Naturheilkundepraxis Michaela May, Berlin, Kontaktformular

Neustart für den Darm – my Basenfastenkur

Wenn Sie etwas besonderes für sich tun wollen – dann denken Sie doch einmal über eine basisch-vegane Fastenwoche nach. Eine echte Verschnaufpause für Magen und Darm.

Bei der my Basenfasten Kur geht es nicht vorrangig um das Hungern, sondern um den achtsamen Umgang mit Nahrung – und damit um sich selbst. Denn: Sie essen weiter, aber kleine, ausgewählte Portionen. Eine Woche, ambulant, abendliche Fastensuppe in der Gruppe in der Praxis, mit Yoga + Atemtherapieabend. Trauen Sie sich!Was Sie erwartet bei der my Basenfasten Kur – lesen Sie mein persönliches Fastentagebuch!

Die Fastenkuren finden statt im Herbst 2017 in der Praxis in Berlin….

Termine für die my Basenfasten Kur im Herbst 2017

   ….. oder NEU:  Sie fasten zu Hause und ich begleite Sie online!

Ab September 2017 gibt es die my Basenfasten Kur auch online begleitet. 14 Tage Programm, davon 7 reine Kurtage – zu Hause fasten, ganz normal neben dem Alltag, begleitet tagsüber durch eine geschützte Facebook-Gruppe. Live Chats, Yoga, Meditation und Atmen – das Programm ist dasselbe wie bei der Kur in der Praxis hilft gut durch den Abend zu kommen.

Basenfasten - Fastenkur online begleitet

 

Sie möchten mehr über das Onlne-Fasten erfahren? Hier können Sie sich für ein kostenfreies und unverbindliches Webinar am 28. oder 30.8.17 anmelden.

 

 

 

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